Momentan ist alles richtig schlimm. Meine Oma und meine Mutter hassen sich. Streiten sich jeden Tag. Schreien sich gegenseitig an, wegen total bescheuerten Sachen. Und ich stehe dazwischen. Sitze daneben. Sie streiten sich vor meinen Augen. Ich bin ja schließlich fast erwachsen, ich kann das schon ab.
Natürlich kann ich das ab. Ich bin doch schon 17. Ich muss mit dem Ernst des Lebens zurecht kommen. Da draußen wird man nicht gefragt, wie es einem geht, man wird nicht gefragt, ob man zurecht kommt. Man ist den Menschen scheißegal. Und genauso scheißegal ist mir gerade mein Leben. Ich lebe in den Tag hinein, gehe nicht zur Schule. Verkacke locker mein Abi. Aber na und? Ich hab doch eh nichts zu verlieren. Ich mach es nicht mehr lange mit.
Das einzige, was mir zumindest ein ganz klein wenig Kraft gibt, ist die Tatsache, dass ich eine tolle, neue Freundin hab, mit der ich reden kann. So ähnlich wie mit Ly. und La., bloß, dass sie hier wohnt. Immerhin etwas. Aber bei genau solchen Menschen habe ich immer Angst, sie zu nerven, sie einzuengen oder, noch schlimmer, ich habe das Gefühl, sie machen nur aus Mitleid was mit mir. Das ist das allerschlimmste..
Was soll ich also machen? Ich will nicht mehr zur Schule gehen, ich will nicht mehr aus dem Haus. Ok, vielleicht nochmal in Stall, da hab ich ja nun auch mein neues Pferdchen. Die kaufen wir vielleicht im Sommer. Außer, meine Oma streicht nun auch mir das Geld. Die ist so geldgeil, das ist unfassbar. Die Frau hat ungefähr 100.000€ auf dem Konto und nun, wo Mama 10 Stunden am Tag arbeitet und 12 Stunden am Tag nicht zuhause ist, da streicht sie uns ALLES. Nur weil mein Opa dement ist und nichts, bzw. kaum mehr etwas mitbekommt. Der hätte so ein Verhalten von meiner Oma niemals zugelassen. Der hat mich und vor allem meine Mama lieb. Aber meine Oma ist so eine verbitterte, alte Frau. Ich glaube, sie hasst meine Mutter richtig.
Und mich, mich macht das kaputt. Meine Mutter trinkt wieder mehr. Ich kann damit einfach nicht mehr leben. Mich macht das so fertig. Aber ich kann auch nichts machen, dass es mir besser geht. Ok, ich könnte zu meinem Hausarzt gehen. Und dann? Was soll sie machen? Die schreibt mich doch niemals krank, die rennt nur zu meiner Mutter und dann bekomme ich wieder Ärger, weil ich versucht habe, mit jemandem zu reden. Dann streiten meine Mama und ich nur wieder noch mehr und alles bleibt beim alten. Dann kann ich es auch gleich lassen. Bring eh nix.
Wie meine Arme aussehen, könnt ihr euch vorstellen. Wie von einem Puma zerfetzt. Anders kann ich momentan meine Wut, meine Gefühle, einfach alles, nicht rauslassen. Ok, ich hätte da schon Ideen, aber das spreche ich lieber nicht aus. Da zerschneide ich mir lieber die Arme. Ich hab einfach das Gefühl, dass nichts besser geworden ist. Seitdem ich meine Therapie beendet habe, wird es langsam immer und immer schlimmer. Ich will echt nicht wissen, wo das letztendlich noch endet..
Way of Life
20. Januar 2015
2. Januar 2015
Life is really hard.
Irgendwie ist alles so anstrengend. Ich habe keine Motivation mehr. Nichts macht Spaß. Ich kann einfach nur nichts, ich bin einfach nicht gut genug.
Es läuft alles genauso wie vor der Therapie. Es ist nichts besser geworden. Ich bin an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr leben will.
Mir macht nicht einmal das Reiten mehr Spaß. Die große Schwester von M. (Besitzerin von Puppe) gibt uns jetzt wieder Reitunterricht. Sie ist ja auch super nett und ich mag sie echt gerne und so, aber ich kann irgendwie nicht so viel mit ihrem Reitunterricht anfangen. Sie reitet super, aber sie kann das irgendwie nicht so gut vermitteln.
Nach der letzten Reitstunde hatte ich mit M. deswegen gesprochen. Die hat es aber scheinbar nur so aufgefasst, dass ich mehr an meinem Sitz arbeiten will. Was ja auch stimmt, aber ich brauche beim Reiten einfach jemanden, der auf Alles und das Gesamte achtet Nicht NUR auf den Sitz oder NUR auf das Pony.
Auf jeden Fall hatte ich heute wieder Reitunterricht. J. hat das angesprochen, was ich M. erzählt habe. Sie fand das irgendwie nicht so cool, dass ich sozusagen hinter ihrem Rücken darüber mit M. über sie und ihren Unterricht geredet. Sie meinte, dass ich dann darüber mit ihr reden soll und ich ihr sowas sagen muss. Ich habe mich so schlecht gefühlt deswegen. Ich musste mich echt zusammenreißen, dass ich nicht weine. Ich habe das Gefühl, alles mache ich falsch. Wenn ich ein einziges Mal an mich denke und glücklich sein möchte, dann ist es falsch. Wenn ich meine Klappe halte und selbst unglücklich bin, dann sind es wenigstens die anderen. Darum geht es doch auch. Das alle anderes es bequem haben und glücklich sind.
Aber was ich dabei fühle. Das ist egal. Das war schon immer so und so wird es auch immer sein. Ich bin schließlich nur ein kleines, dummes, fettes und hässliches Mädchen, nur eine von Milliarden von Menschen auf der gesamten Welt. Und ob es nun eine Person mehr oder weniger ist, macht dann doch auch nichts mehr..
Es läuft alles genauso wie vor der Therapie. Es ist nichts besser geworden. Ich bin an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr leben will.
Mir macht nicht einmal das Reiten mehr Spaß. Die große Schwester von M. (Besitzerin von Puppe) gibt uns jetzt wieder Reitunterricht. Sie ist ja auch super nett und ich mag sie echt gerne und so, aber ich kann irgendwie nicht so viel mit ihrem Reitunterricht anfangen. Sie reitet super, aber sie kann das irgendwie nicht so gut vermitteln.
Nach der letzten Reitstunde hatte ich mit M. deswegen gesprochen. Die hat es aber scheinbar nur so aufgefasst, dass ich mehr an meinem Sitz arbeiten will. Was ja auch stimmt, aber ich brauche beim Reiten einfach jemanden, der auf Alles und das Gesamte achtet Nicht NUR auf den Sitz oder NUR auf das Pony.
Auf jeden Fall hatte ich heute wieder Reitunterricht. J. hat das angesprochen, was ich M. erzählt habe. Sie fand das irgendwie nicht so cool, dass ich sozusagen hinter ihrem Rücken darüber mit M. über sie und ihren Unterricht geredet. Sie meinte, dass ich dann darüber mit ihr reden soll und ich ihr sowas sagen muss. Ich habe mich so schlecht gefühlt deswegen. Ich musste mich echt zusammenreißen, dass ich nicht weine. Ich habe das Gefühl, alles mache ich falsch. Wenn ich ein einziges Mal an mich denke und glücklich sein möchte, dann ist es falsch. Wenn ich meine Klappe halte und selbst unglücklich bin, dann sind es wenigstens die anderen. Darum geht es doch auch. Das alle anderes es bequem haben und glücklich sind.
Aber was ich dabei fühle. Das ist egal. Das war schon immer so und so wird es auch immer sein. Ich bin schließlich nur ein kleines, dummes, fettes und hässliches Mädchen, nur eine von Milliarden von Menschen auf der gesamten Welt. Und ob es nun eine Person mehr oder weniger ist, macht dann doch auch nichts mehr..
14. Dezember 2014
Es ist wie ein déjà-vu (ja ich musste erst einmal googlen wie man das schreibt). Es ist immer dasselbe. Mir geht es schlecht. Ich weine. Ich schneide mich. Ich esse zu viel. Ich finde mich fett. Ich finde mich hässlich. Ich hasse mich.
Immer wieder dasselbe. Wie früher. Vor der Therapie. Ich habe das Gefühl, ich habe fast 2 Jahre meines Lebens damit verschwendet, in Therapie zu gehen, dafür, dass es doch nichts gebracht hat. Es hat sich nichts geändert. Ich bin verblüfft darüber, wie schnell ich zu meinen alten Mustern zurückgekehrt bin. Ich habe mich in den 2 1/2 Monaten, in denen ich keine Therapie mehr mache, so viel geschnitten, wie in den letzten 2 Therapiejahren zusammen. Wenn nicht noch mehr. Ich hab mir so viele Gedanken ums essen, um mein Leben, um Suizid gemacht, wie kaum zuvor.
Und zu allem Überfluss ist das Pony zum 4ten Mal in diesem Jahr mehr als krank. Wir hatten zweimal hintereinander Koliken, die in der Klinik endeten, dann noch einmal eine Kolik, die wir zuhause behandeln konnten und jetzt hatten wir gestern erst einmal Fieber und heute kam die Kolik dazu. Na super -.- Macht meine Gefühlslage und meine Stimmung nicht besser, zumal ich jetzt einfach nicht mehr kann. Ich habe weder gestern noch heute ausgeschlafen, ich schlafe allgemein kaum. Bin so müde, bin so fertig.
Ich kann einfach nicht mehr. Es ist einfach alles zu viel.
Immer wieder dasselbe. Wie früher. Vor der Therapie. Ich habe das Gefühl, ich habe fast 2 Jahre meines Lebens damit verschwendet, in Therapie zu gehen, dafür, dass es doch nichts gebracht hat. Es hat sich nichts geändert. Ich bin verblüfft darüber, wie schnell ich zu meinen alten Mustern zurückgekehrt bin. Ich habe mich in den 2 1/2 Monaten, in denen ich keine Therapie mehr mache, so viel geschnitten, wie in den letzten 2 Therapiejahren zusammen. Wenn nicht noch mehr. Ich hab mir so viele Gedanken ums essen, um mein Leben, um Suizid gemacht, wie kaum zuvor.
Und zu allem Überfluss ist das Pony zum 4ten Mal in diesem Jahr mehr als krank. Wir hatten zweimal hintereinander Koliken, die in der Klinik endeten, dann noch einmal eine Kolik, die wir zuhause behandeln konnten und jetzt hatten wir gestern erst einmal Fieber und heute kam die Kolik dazu. Na super -.- Macht meine Gefühlslage und meine Stimmung nicht besser, zumal ich jetzt einfach nicht mehr kann. Ich habe weder gestern noch heute ausgeschlafen, ich schlafe allgemein kaum. Bin so müde, bin so fertig.
Ich kann einfach nicht mehr. Es ist einfach alles zu viel.
16. November 2014
Kennst du das?
Du liegst abends im Bett und denkst über dein Leben nach? Und kommst zu dem Schluss, dass alles keinen Sinn hat? Ja? Das mache ich gerade durch. Ganz ehrlich, was bringt mir mein Leben noch? Abi machen, Stress aushalten. Dann ein eigenes Pferd kaufen. Das wird wohl der einzig positive Aspekt in meinem Leben sein. Ein halbes Jahr lang zum Nebenjob quälen, um mein Baby zu finanzieren. Mindestens 2-3x die Woche für mindestens 4-5 Stunden. Dann zum Pony, reiten. Auf Turnier fahren. Mich für einen späteren Beruf entscheiden. Dann Ausbildung oder studieren, nebenbei irgendwie das Pferd finanzieren. Dann einen Job finden, arbeiten gehen. Reiten. Einen Freund finden. Oder auch nicht. Eher nicht. Mein Leben lang arbeiten. Bis ich irgendwann in Rente gehe und einsam und alleine sterbe. Super Aussichten.
Dann kann ich auch gleich das alles lassen. Einfach nach dem halben Jahr mit meinem Pferd ein Ende zu setzen. Danach aufzuhören, nicht weiter zu machen. Oder vielleicht sogar jetzt schon. Weil ganz im ernst, kann mir ein Pferd das geben, um meine Gedanken, meine Stimmung, meine Gefühle besser zu machen? Also Puppe kann das nicht. Vielleicht liegt es daran, dass es nicht mein eigenes Pferd ist, sondern nur meine Reitbeteiligung. Ich weiß es nicht.
Aber ehrlich gesagt fehlt mir ein wenig der Mut, die Lust, die Stimmung, das Lebensgefühl, um auszuprobieren, wie es ist, mit einem eigenen Pferd. Das halbe Jahr, bis zu meinem Abi erscheint mir so unendlich lange. Und es geht nicht voran. Jeder Tag zieht sich in die Länge. Kein Tag macht mich glücklich. Einfach nichts macht mich glücklich. Und ich habe nicht die Hoffnung, dass es besser wird.
13. November 2014
Tag Top, Abend Flopp
Es ist 7:00 Uhr. Wecker klingelt. Aufstehen. Keine Lust. Schlechte Laune. Ab ins Bad. Fertig machen. Schlechte Laune. Runter gehen, Frühstücken, Musik hören. Laune wird besser.
8:20 Uhr aus dem Haus gehen und zur Schule fahren. Laune hat sich stabilisiert. Bereit mit Menschen zu kommunizieren ohne sich am liebsten umbringen zu wollen.
Dann beginnt die Schule. Es geht mir eigentlich nicht schlecht. Ich verstehe mich gut mit meinem Sitznachbarn, obwohl er mich manchmal mit seinem Gerede in den Wahnsinn treibt, wobei, er treibt mich jede Stunde in den Wahnsinn, weil er nie zuhört und mich dann zutextet. Ich verstehe mich gut mit M. und G., die hinter mir sitzen.
Ich rede andauernd mit den beiden. Mit M. hab ich heute einen scheiß in der Pause gemacht. Er hat versucht mich nass zu machen, ich hab mich gewehrt. Wir haben gelacht und hatten einfach Spaß, wie gute Freunde. Mit G. hab ich den ganzen Englischunterricht lang geredet, unser Lehrer ist bisschen komisch und war andauernd nicht da. Wir haben zusammen für die klausur gelernt, uns gegenseitig bei den Texten geholfen und uns einfach gut verstanden. Neulich hat sie mich nach Hause gefahren.
Und ich wurde letzten Freitag zum Essen bei beidem eingeladen. Leider konnte ich wirklich nicht :( Aber der Tag in der Schule ist nicht schlecht. Ich komme mit den Leuten klar. Mit dem einen mehr, mit dem anderen weniger. Aber ist das nicht immer so?
Und dann komme ich nach Hause. Mache Hausaufgaben, lerne, mache es mir gemütlich. Und je später es wird, desto schlechter wird meine Stimmung wieder. Ich fühle mich einsam. Gehasst. Ungewollt. Ich kann nichts und ich bin nichts wert. Obwohl ich tagsüber nie solche Gefühle Hab, überkommen sie mich abends und ich kann nichts dagegen tun. Auch wenn ich eigentlich weiß, dass es so nicht stimmt, ist das egal. Es zählt nur der Gedanke in dem einen Moment. Und so kommt ein neuer Schnitt dazu. Vielleicht auch mehrere.
Und es ist mir egal, wenn jemand sie sieht. Es ist ja eh jedem egal. Ergeht niemanden was an. Meine Therapeutin hat selbst gesagt, dass ist mein Körper und mit meinem Körper kann ich machen, was ich will. Mir kann niemand verbieten, mich zu schneiden und das ist meine freie Entscheidung. Ich kann machen, was ich will.
Also mach ich es auch. Vielleicht verletze ich Menschen damit, aber wieso kümmert es sie überhaupt? Ist es nicht ähnlich, wenn man an seiner Lippe kaut, dass sie blutet, dass man seine Nägel abkaut oder an seiner Nagelhautentferner pult? Es ist doch alles im gründe genommen dasselbe. Nur das das schneiden etwas "größereres" ist, etwas auffälligereres.
8:20 Uhr aus dem Haus gehen und zur Schule fahren. Laune hat sich stabilisiert. Bereit mit Menschen zu kommunizieren ohne sich am liebsten umbringen zu wollen.
Dann beginnt die Schule. Es geht mir eigentlich nicht schlecht. Ich verstehe mich gut mit meinem Sitznachbarn, obwohl er mich manchmal mit seinem Gerede in den Wahnsinn treibt, wobei, er treibt mich jede Stunde in den Wahnsinn, weil er nie zuhört und mich dann zutextet. Ich verstehe mich gut mit M. und G., die hinter mir sitzen.
Ich rede andauernd mit den beiden. Mit M. hab ich heute einen scheiß in der Pause gemacht. Er hat versucht mich nass zu machen, ich hab mich gewehrt. Wir haben gelacht und hatten einfach Spaß, wie gute Freunde. Mit G. hab ich den ganzen Englischunterricht lang geredet, unser Lehrer ist bisschen komisch und war andauernd nicht da. Wir haben zusammen für die klausur gelernt, uns gegenseitig bei den Texten geholfen und uns einfach gut verstanden. Neulich hat sie mich nach Hause gefahren.
Und ich wurde letzten Freitag zum Essen bei beidem eingeladen. Leider konnte ich wirklich nicht :( Aber der Tag in der Schule ist nicht schlecht. Ich komme mit den Leuten klar. Mit dem einen mehr, mit dem anderen weniger. Aber ist das nicht immer so?
Und dann komme ich nach Hause. Mache Hausaufgaben, lerne, mache es mir gemütlich. Und je später es wird, desto schlechter wird meine Stimmung wieder. Ich fühle mich einsam. Gehasst. Ungewollt. Ich kann nichts und ich bin nichts wert. Obwohl ich tagsüber nie solche Gefühle Hab, überkommen sie mich abends und ich kann nichts dagegen tun. Auch wenn ich eigentlich weiß, dass es so nicht stimmt, ist das egal. Es zählt nur der Gedanke in dem einen Moment. Und so kommt ein neuer Schnitt dazu. Vielleicht auch mehrere.
Und es ist mir egal, wenn jemand sie sieht. Es ist ja eh jedem egal. Ergeht niemanden was an. Meine Therapeutin hat selbst gesagt, dass ist mein Körper und mit meinem Körper kann ich machen, was ich will. Mir kann niemand verbieten, mich zu schneiden und das ist meine freie Entscheidung. Ich kann machen, was ich will.
Also mach ich es auch. Vielleicht verletze ich Menschen damit, aber wieso kümmert es sie überhaupt? Ist es nicht ähnlich, wenn man an seiner Lippe kaut, dass sie blutet, dass man seine Nägel abkaut oder an seiner Nagelhautentferner pult? Es ist doch alles im gründe genommen dasselbe. Nur das das schneiden etwas "größereres" ist, etwas auffälligereres.
9. November 2014
Falsche Richtungen
Irgendwie geht momentan alles in falsche Richtungen. Mein Gewicht zum Beispiel. Ich hab das Gefühl ich werde jeden Tag fetter. Als könne ich mir dabei zusehen. Jeden morgen ist mein Bauch dicker, obwohl er leer ist. Ich traue mich schon gar nicht mehr auf die Waage.
Dann das schneiden. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte mal geschnitten habe. Es ist so lange her. Und heute, naja, seid heute weiß ich nicht, wie ich solange ohne ausgehalten habe. Es ist so befreiend, als verpufft deine ganze Wut, Angst, der Selbsthass, die Zweifel. Einfach, alles negative. Einen Moment fühlst du dich lebendig. Aber nur den einen.
Es ist dieser Kloß, der sich im Hals breit macht, der einem die Tränen in die Augen treibt. Und es sind diese kleinen, diese unwichtigen Gründe, die einen dazu bringen, sich selbst zu hassen, sich zerstören zu wollen. Die einen darüber nachdenken lassen, alles hinter sich zu lassen.
Alle denken es geht mir gut, aber das tut es nicht. Es ist schlimmer als früher. Alles kommt zurück. Und mit einer Geschwindigkeit, die beängstigend ist.
Das schlimmste ist das Gefühl der Einsamkeit. Es fühlt sich an, als sei man der einzige Mensch auf Erden. Es ist, als interessiere sich niemand für einen. Niemand fragt, wie es einem geht, was man fühlt, wie man zurecht kommt. Aber selbst wenn, es bringt sowieso nichts. Man setzt das Lächeln auf, macht einen auf happy und dann interessiert es auch wieder keinen.
Aber wieso, wieso genau kommt alles jetzt gerade zurück? So kurz vor dem Abi? Kann es nicht danach kommen? Warum?! So schaffe ich mein Abi doch nicht! So schaffe ich nichts. Nacht einmal den nächsten Tag. Und dennoch muss ich irgendwie durchhalten. Aber es fällt so schwer. Und jeden Tag nimmt die Last auf meinen Schultern zu. Bis sie irgendwann nicht mehr tragbar ist.
Dann das schneiden. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte mal geschnitten habe. Es ist so lange her. Und heute, naja, seid heute weiß ich nicht, wie ich solange ohne ausgehalten habe. Es ist so befreiend, als verpufft deine ganze Wut, Angst, der Selbsthass, die Zweifel. Einfach, alles negative. Einen Moment fühlst du dich lebendig. Aber nur den einen.
Es ist dieser Kloß, der sich im Hals breit macht, der einem die Tränen in die Augen treibt. Und es sind diese kleinen, diese unwichtigen Gründe, die einen dazu bringen, sich selbst zu hassen, sich zerstören zu wollen. Die einen darüber nachdenken lassen, alles hinter sich zu lassen.
Alle denken es geht mir gut, aber das tut es nicht. Es ist schlimmer als früher. Alles kommt zurück. Und mit einer Geschwindigkeit, die beängstigend ist.
Das schlimmste ist das Gefühl der Einsamkeit. Es fühlt sich an, als sei man der einzige Mensch auf Erden. Es ist, als interessiere sich niemand für einen. Niemand fragt, wie es einem geht, was man fühlt, wie man zurecht kommt. Aber selbst wenn, es bringt sowieso nichts. Man setzt das Lächeln auf, macht einen auf happy und dann interessiert es auch wieder keinen.
Aber wieso, wieso genau kommt alles jetzt gerade zurück? So kurz vor dem Abi? Kann es nicht danach kommen? Warum?! So schaffe ich mein Abi doch nicht! So schaffe ich nichts. Nacht einmal den nächsten Tag. Und dennoch muss ich irgendwie durchhalten. Aber es fällt so schwer. Und jeden Tag nimmt die Last auf meinen Schultern zu. Bis sie irgendwann nicht mehr tragbar ist.
5. November 2014
61,8Kg.
Autsch. Wie ein Schlag ins Gesicht kam mir heute die Zahl auf der Waage vor. Wie zum Teufel kann ich so viel zugenommen haben? Ok, dumme Frage, ich hab einfach zu viel gefressen. Ich hätte heulen können. Mich stresst alles im Moment so sehr. Schule, Abi, Pferd, Familie. Alles. Und dann nebenbei noch das ganze Gewichtsthema. Es kehrt überhaupt keine Ruhe mehr ein. Ich schlafe zwar durch und auch lange, aber bin trotzdem immer müde, könnte im Unterricht einfach einschlafen. Will jeden Tag nach der zweiten Stunde nach Hause. Hab viel zu viele Fehlstunden. Hab ärger von meiner Klassenlehrerin bekommen. Miststück. Die weiß ganz genau, dass ich psychisch nicht gesund bin, die soll einfach mal ihre Klappe halten -.- Aber natürlich, alle denken, es geht mir gut. Weil sie keine Schnitte sehen. Weil ich keine Therapie mehr mache. Weil meine Therapeutin mir in unserer letzten Stunde gesagt hat, wie gut ich mich doch entwickelt hätte. Das ich mit einer schweren Depression ankam und jetzt, wenn überhaupt, eine ganze leichte nur noch hätte. Witzig, ich nehm ja auch Tabletten! Und das hat sie meiner Mama auch gesagt. Wie gut es mir doch geht. Kein wunder, dass alle mich so erdrücken, so viel von mir erwarten. Denken, mir gehts gut und ich sei gesund.
Aber da haben sie sich geirrt. Aber reden kann ich auch nicht. Das ist eh nur eine Belastung für all die, die genug mit ihrem eigenen Leben zu tun haben. Also halte ich schön meine Klappe..
Aber da haben sie sich geirrt. Aber reden kann ich auch nicht. Das ist eh nur eine Belastung für all die, die genug mit ihrem eigenen Leben zu tun haben. Also halte ich schön meine Klappe..
Abonnieren
Posts (Atom)