Irgendwie ist alles so anstrengend. Ich habe keine Motivation mehr. Nichts macht Spaß. Ich kann einfach nur nichts, ich bin einfach nicht gut genug.
Es läuft alles genauso wie vor der Therapie. Es ist nichts besser geworden. Ich bin an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr leben will.
Mir macht nicht einmal das Reiten mehr Spaß. Die große Schwester von M. (Besitzerin von Puppe) gibt uns jetzt wieder Reitunterricht. Sie ist ja auch super nett und ich mag sie echt gerne und so, aber ich kann irgendwie nicht so viel mit ihrem Reitunterricht anfangen. Sie reitet super, aber sie kann das irgendwie nicht so gut vermitteln.
Nach der letzten Reitstunde hatte ich mit M. deswegen gesprochen. Die hat es aber scheinbar nur so aufgefasst, dass ich mehr an meinem Sitz arbeiten will. Was ja auch stimmt, aber ich brauche beim Reiten einfach jemanden, der auf Alles und das Gesamte achtet Nicht NUR auf den Sitz oder NUR auf das Pony.
Auf jeden Fall hatte ich heute wieder Reitunterricht. J. hat das angesprochen, was ich M. erzählt habe. Sie fand das irgendwie nicht so cool, dass ich sozusagen hinter ihrem Rücken darüber mit M. über sie und ihren Unterricht geredet. Sie meinte, dass ich dann darüber mit ihr reden soll und ich ihr sowas sagen muss. Ich habe mich so schlecht gefühlt deswegen. Ich musste mich echt zusammenreißen, dass ich nicht weine. Ich habe das Gefühl, alles mache ich falsch. Wenn ich ein einziges Mal an mich denke und glücklich sein möchte, dann ist es falsch. Wenn ich meine Klappe halte und selbst unglücklich bin, dann sind es wenigstens die anderen. Darum geht es doch auch. Das alle anderes es bequem haben und glücklich sind.
Aber was ich dabei fühle. Das ist egal. Das war schon immer so und so wird es auch immer sein. Ich bin schließlich nur ein kleines, dummes, fettes und hässliches Mädchen, nur eine von Milliarden von Menschen auf der gesamten Welt. Und ob es nun eine Person mehr oder weniger ist, macht dann doch auch nichts mehr..
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